Heterotopie aus Fakt und Fiktion. Beispiel Venedig

Wiebke Amthor

Abstract


Heterotopien sind räumliche Herausforderungen der gesellschaftlichen Ordnung. Sie speisen sich nicht allein aus realen räumlichen Gegebenheiten, sondern auch aus etablierten Zuschreibungen. Am Beispiel Venedig zeigt sich diese Verschränkung wie auch die Wirkmacht des Zusammenspiels von besonderer Raumordnung und tradierten Bildern. Die ästhetische Umsetzung des Stadtbildes in Rilkes Neuen Gedichten (Venezianischer Morgen (1908), Die Kurtisane (1907)) und in Madonnas Musikvideo Like a Virgin (1984) akzentuiert die Identifikation von Stadtraum und Frauenkörper und beweist einmal mehr die Bedeutung eines bewussten Umgangs mit Foucaults Heterotopiekonzept.

Schlagworte


Raum; Körper; Architektur; Literatur; Kultur; Rollen; Geschlecht; Gender

Volltext:

HTML


DOI: http://dx.doi.org/10.14766/779



querelles-net wird herausgegeben an der Freien Universität Berlin. ISSN 1862-054X