Der neue „Feminalismus“ – Quo vadis femina?

Sigrid Schmitz

Abstract


Anhand der Bücher von Hilde Neunhöffer und Natalie Angier wird die neue Forschungsrichtung des „Feminalismus“ kritisch beleuchtet. Die Aufwertung naturalisierter Weiblichkeitsprinzipien in der Evolutionsforschung und in neuen Körperkonzepten liegt dabei voll im Trend der Zeit, wie die positive Resonanz quer durch wissenschaftliche wie feministische Rezensionen zeigt. Genauere Analyse deckt jedoch die gleiche Zirkelschlusspraxis zur Naturalisierung von Geschlechterunterschieden in diesen Konzepten auf, die feministische Naturwissenschaftsforschung an der biologisch-medizinischen Forschung kritisiert. Die gleichzeitige Ignoranz, ja Verdammung feministischer Kritik durch die Autorinnen als subjektiv und damit unwissenschaftlich birgt die Gefahr, dass biologistischer Feminalismus in Zukunft als wissenschaftlich „akzeptierte“ Richtung die kritische feministische Forschung verdrängen soll.

Schlagworte


Anthropologie; Feminismus; Körper; Wissenschaftstheorie; Geschlecht; Gender

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DOI: http://dx.doi.org/10.14766/64



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