Geschlechtergeschichte als Zugang zur deutsch-jüdischen Geschichte

  • Kristiane Gerhardt Graduiertenkolleg Generationengeschichte, Georg-August-Universität Göttingen
Schlagworte: Neuzeit, Religion, Geschlecht, Gender

Abstract

Mit der sukzessiven Erosion des rabbinischen Normensystems und im Prozess der Verbürgerlichung, so die grundlegende These dieser Arbeit, wurden jüdische Frauen seit dem frühen 19. Jahrhundert nicht nur stärker als zuvor in die religiöse Kultur und Praxis integriert. Gleichermaßen gewannen auch Konzepte von Weiblichkeit entscheidend an Bedeutung für die Neuorientierung eines Judaismus bürgerlicher Prägung. Auf breiter Quellenbasis werden in Gender, Judaism and Bourgeois Culture in Germany, 1800–1870 die soziale und religiöse Praxis dieses historischen Wandels, die Programme und Auseinandersetzungen, aber auch die Grenzen dieser Neudefinitionen analysiert.
Veröffentlicht
2007-11-06
Rubrik
Offener Teil