Im Zeichen des ‚Männlichen‘

Rolf Löchel

Abstract


In ihrer von der Universität Kassel angenommenen Dissertation verfolgt die Germanistin Urte Helduser die diskursiven Verbindungen der frühen Moderne mit den Konstruktionen von Geschlecht anhand einer Reihe von – in der Regel von Männern verfassten – literartheoretischen und -programmatischer Schriften der frühen Moderne. Schnell ist man von ihrer mit reichem Quellenmaterial belegten These überzeugt, dass sich die literarische Moderne um 1900 der Kategorie Geschlecht „zur programmatischen Selbstverständigung“ bediente. (S. 13) Wie die Autorin zeigt, fungierte der Rekurs auf die Kategorie Geschlecht in literarischen Programmen und poetologischen Entwürfen unterschiedlicher Provenienz gegenüber konkurrierenden Modernekonzepten jeweils als „ausschließende Diskursstrategie“. (S. 37)

Schlagworte


Literatur; Neuzeit; Repräsentation; Wissenschaftsgeschichte; Geschlecht; Gender

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DOI: http://dx.doi.org/10.14766/407



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