Ein nicht-erwerbszentrierter Blick auf die Geschlechterverhältnisse in der DDR und Ostdeutschland

Sylka Scholz

Abstract


Im Mittelpunkt des Buches von Susanne Stolt steht die Frage nach alltäglichen Geschlechterbeziehungen in Ostdeutschland nach der Wende und der individuellen Suche nach Anerkennung von Männern und Frauen. Theoretisch stützt Stolt sich dabei v.a. auf den psychoanalytisch geprägten Ansatz von Jessica Benjamin mit der Fokussierung auf das Anerkennungsproblem und empirisch auf qualitative Interviews von Frauen und Ehepaaren. Sie distanziert sich von „erwerbszentrierten Perspektiven“, die die Dominanz des Erwerbssystems und die Abwertung von Fürsorgearbeit fortschreiben und damit die in die Erwerbssphäre eingeschriebene männliche Herrschaft reproduzieren.

Schlagworte


Arbeit; DDR; Macht; Psychoanalyse; Reproduktionsarbeit; Geschlecht; Gender

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DOI: http://dx.doi.org/10.14766/89



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