Rezension zu: Malwine Seemann: Geschlechtergerechtigkeit in der Schule. Eine Studie zum Gender Mainstreaming in Schweden. Bielefeld: transcript Verlag 2009.

Claudia Schneider

Abstract


Gender Mainstreaming-Prozesse in Bildungsorganisationen sind geeignet, Wissen darüber zu liefern, wie Gender in Organisationen eingeschrieben ist – in Strukturen, Abläufe und Routinen, in Haltungen und Werte. Darüber gibt die Studie von Seemann jedoch nur zum Teil Auskunft: Der breiten Material-Fülle (Textdokumente und über 40 Expert/-innen-Interviews) fehlt an relevanten Stellen die Tiefe: Wie ist für die jeweilige Schule Geschlechtergerechtigkeit definiert? Was ist das Ziel, woran ist die Zielerreichung zu erkennen? Wie werden Konflikte und Widerstände gemanagt? Welche strukturellen Veränderungen können realisiert werden? Ausgeblendet bleibt in Seemanns Untersuchung auch das Doing Gender – das (Re)Produzieren von Geschlecherdifferenzen – auf der Ebene von Fachunterricht, Fachkulturen und Didaktik.

Schlagworte


Bildung; Diversity; Gender Mainstreaming; Gleichstellung; Jugend; Jungen; Kinder; Koedukation; Mädchen; Männlichkeit; Schule; Sozialisation; Geschlecht; Gender

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DOI: http://dx.doi.org/10.14766/858



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