Rezension zu: Louise du Toit: A Philosophical Investigation of Rape. The Making and Unmaking of the Feminine Self. New York u.a.: Routledge 2009.

Alexandra Oberländer

Abstract


Louise du Toit beschäftigt sich mit den Voraussetzungen und den Folgen von Vergewaltigung. Ausgehend vom Schweigen über die massenhafte sexuelle Gewalt zur Zeit der südafrikanischen Apartheid bis heute widmet sie sich den „westlichen symbolischen Systemen“, die Vergewaltigung in ihrer zerstörerischen Wirkung erst ermöglichen und zu jenem tödlichen Instrument werden lassen, welches weibliche Subjektivität und agency gleichermaßen auslöscht. Vor der Folie der hegelschen Phänomenologie ist ihr Buch über weite Strecken eine theoretisch inspirierte Auseinandersetzung mit Philosophien des weiblichen Ichs von Jacques Derrida bis Lucie Irigaray. Louise du Toit beendet ihr Buch mit praktischen Hinweisen zur Aufhebung jener symbolischen Ordnung, in der Hoffnung, Vergewaltigung zukünftig zu erschweren oder gar zu verunmöglichen.


Schlagworte


Gewalt; Geschlecht; Gender

Volltext:

HTML


DOI: http://dx.doi.org/10.14766/827



querelles-net wird herausgegeben an der Freien Universität Berlin. ISSN 1862-054X