Rezension zu: Doris Allhutter: Dispositive digitaler Pornografie. Zur Verflechtung von Ethik, Technologie und EU-Internetpolitik. Frankfurt am Main u.a.: Campus Verlag 2009.

Claudia Münzing

Abstract


In feministisch-dekonstruktiver Manier untersucht Allhutter in ihrer Arbeit Dispositive digitaler Pornografie und spannt dabei einen großen Bogen von der Darstellung der Verflechtung von Ethik und Technologie bis hin zu der Auseinandersetzung mit der EU-Internetpolitik. Dabei geht es ihr darum aufzuzeigen, inwieweit Pornografie als Phänomen der Massenkultur im digitalen Zeitalter einerseits Wandlungsprozessen unterliegt, andererseits aber nach wie vor (hetero-)sexistische, rassistische und ethnozentristische Strukturen reproduziert und zementiert. Die sowohl politikwissenschaftlich als auch technikwissenschaftlich informierten Analysen bieten aufgrund ihrer inhaltlichen und thematischen Vielfalt Interessantes für feministische Wissenschaftler/-innen, aber auch für Technikinteressierte, die sich mit feministischen Diskursen über Pornografie noch nicht auseinandergesetzt haben.

Schlagworte


Pornografie; Feminismus; Queer; Technik; Geschlecht; Gender

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DOI: http://dx.doi.org/10.14766/809



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