Rezension zu: Anna Schnädelbach: Kriegerwitwen. Lebensbewältigung zwischen Arbeit und Familie in Westdeutschland nach 1945. Frankfurt am Main u.a.: Campus Verlag 2009.

Petra Behrens

Abstract


Anna Schnädelbach untersucht in ihrer Dissertation die Strategien der individuellen Lebensbewältigung von Kriegerwitwen, ihre Handlungsspielräume und ihre Erfahrungen mit der praktischen Umsetzung der Kriegsopferversorgung in Westdeutschland nach 1945. Durch eine Verbindung von erfahrungsgeschichtlichen Ansätzen und historischer Diskursanalyse verknüpft sie den Blick auf die Kriegerwitwen als handelnde Subjekte mit einer Analyse der zeitgenössischen Debatten über Lage und Verhalten der Witwen auf den zentralen Konfliktfeldern Versorgung, Ehe/Familie und Erwerbsarbeit. Dabei wird deutlich, wie sich die Frauen verschiedene sie betreffende Diskurse aneigneten, für die Artikulation eigener Interessen nutzten und eigenes soziales und kulturelles Kapital in der Auseinandersetzung mit den Behören aktivierten.

Schlagworte


Familie; Bundesrepublik Deutschland; Geschlecht; Gender

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DOI: http://dx.doi.org/10.14766/790



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