Rezension zu: Heike Jenß: Sixties Dress Only. Frankfurt am Main u.a.: Campus Verlag 2007

Elke Gaugele

Abstract


Die Geschichte der britischen Mods und der Genese ihres Styles im ‚Swinging London‘ der 1960er Jahre verknüpft Heike Jenß mit einer Ethnographie von deren aktueller Aneignungsgeschichten in der deutschen Sixties-Szene. Der Focus liegt auf einer Zeit-Geschichte der Mode, die nicht nur den Begriff des Retro in Frage stellt, sondern auch spannende Auseinandersetzungen mit Methoden und Theorien der Jugend-, Konsum- und Popkulturforschung führt; die Auseinandersetzung mit den Gender Studies bleibt hierbei (leider) äußerst marginal. Dennoch zeigen die dichten Beschreibungen in beeindruckender Weise, dass kulturelles Kapital und historisches Wissen zu ‚Elementarteilchen‘ für Geschlechterperformanzen in der Szene und zu Mechanismen der Inklusion, Distinktion und Exklusion in der Popkultur avancierten.

Schlagworte


Kleidung; Musik; Konsum; Geschlecht; Gender

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DOI: http://dx.doi.org/10.14766/739



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