Engagierte Fiktion(en)? Neue Perspektiven auf den Frauenroman um 1800

Peter Christian Pohl

Abstract


In der von Inge Stephan und Sigrid Weigel herausgegebenen Reihe Literatur – Kultur – Geschlecht des Böhlau-Verlags hat Maya Gerig eine Studie zum Frauenroman um 1800 veröffentlicht, die – anders als bisherige Untersuchungen – das Augenmerk auf die politischen und juristischen Bezüge dieser Texte richtet. Auf der Grundlage von 22 ausgewählten repräsentativen Romanen und Erzählungen und gegliedert nach drei zentralen Themenfeldern stellt Gerig Korrelationen zwischen den literarischen Texten und den philosophischen, pädagogischen und juristischen Diskursen in der Zeit zwischen 1771 und 1829 her. Sie legt damit ein übersichtliches und klar strukturiertes Grundlagenwerk vor. Ihre Schlussfolgerung jedoch, der Frauenroman sei als Forum sozialpolitischen Engagements zu betrachten, ist bei näherer Betrachtung nicht haltbar.

Schlagworte


Literatur; Macht; Neuzeit; Recht; Geschlecht; Gender

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DOI: http://dx.doi.org/10.14766/670



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