Intersektionalität statt Kulturdefizithypothese

Christina Herkommer

Abstract


Nadja Lehmann zeigt mit ihrer Untersuchung zu Migrantinnen im Frauenhaus, welche Bedeutung intersektionelle Herangehensweisen für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Problem der häuslichen Gewalt und hier insbesondere für die Forschung zu Gewalt gegen Migrantinnen haben. Sie setzt der im deutschen wissenschaftlichen und öffentlichen Diskurs noch immer so bedeutenden „Kulturdefizithypothese“, in der die häusliche Gewalt gegen Migrantinnen als in der Kultur des jeweiligen Herkunftslandes begründet angesehen wird, den Nachweis entgegen, dass dieser Gewalt vielschichtigere Ursachen zugrunde liegen.

Schlagworte


Frauenhaus; Gewalt; Intersektionalität; Migration; Geschlecht; Gender

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DOI: http://dx.doi.org/10.14766/663



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