Das „starke Geschlecht“ als Opfer – ein unsichtbares Phänomen

Jonas Kade

Abstract


Das Buch wertet die Ergebnisse einer Pilotstudie über Gewalt gegen Männer aus, welche im Jahre 2002 durch das Bundesministerium für Familie in Auftrag gegeben wurde. Die Selbstverständlichkeit des allseits präsenten Bildes vom „starken Geschlecht“ oder vom Mann in der Täterrolle ließen die Forschung bisher höchstens ansatzweise tätig werden. Die mittels Interviews und Fragebögen durchgeführte Studie führt vor Augen, dass Männer durchaus in allen Lebensbereichen Opfer teils massiver psychischer und physischer Gewalt sind. Das Buch deckt gut strukturiert und sehr detailliert auf, dass nicht nur eine allgemeine, sondern auch eine besondere Sensibilisierung der betroffenen Männer durch öffentliche Aufklärung nötig ist, um den Opfern durch gezielte Maßnahmen und geeignete Einrichtungen zu helfen.

Schlagworte


Gewalt; Männerforschung; Geschlecht; Gender

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DOI: http://dx.doi.org/10.14766/600



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