Gegen die Macht der Determination

Susanne Thiemann

Abstract


Petra Dodell leistet eine äußerst anregende und innovative Re-Lektüre der Novellen von Cervantes, Céspedes, Lugo und Zayas, die als obligatorisch für alle, die sich mit der spanischen Novellistik des Siglo de Oro auseinandersetzen, einzuschätzen ist. Ihre Herangehensweise, die ausgewählten Texte mit dem Handwerkszeug der (Raum)-Semiotik und der Narratologie strukturell und in Bezug auf das Verhältnis von „Vermittlungsebene“ und „Geschichte“ hin zu analysieren und die hiermit in enger Beziehung stehenden Frauenbildern auf ihren Grad an Dialogizität hin zu untersuchen, führt zu einer Fülle von Einzelergebnissen, die sich nicht auf eine einzelne These reduzieren lassen. Somit erfüllt die Arbeit den Anspruch, den sie an die von ihr untersuchten Texte stellt, selbst: Sie formuliert keinen absoluten Wahrheitsanspruch, sondern schlägt eine Leseweise vor, die als ergänzend zu den bisherigen verstanden werden kann.

Schlagworte


Literatur; Neuzeit; Repräsentation; Süd- und Westeuropa; Geschlecht; Gender

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DOI: http://dx.doi.org/10.14766/409



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