„Ein Rest subversiver Freude“. Neue Männlichkeiten im gymnasialen Alltag

Barbara Scholand

Abstract


Die Arbeit von Jürgen Budde ist eine qualitative Studie, die die im Rahmen einer schulbegleitenden Forschung erhobenen Daten – Unterrichtsprotokolle und Videoaufzeichnungen – mit Blick auf die männlichen Schüler auswertet. Für seine Interpretationen greift der Autor vor allem auf das Konzept der „Masculinities“ von Robert Connell und die Theorie Pierre Bourdieus zurück. Ein zentrales Ergebnis von Buddes Auswertungen ist, dass das Erleben von Unterordnung für die Mehrzahl der männlichen Schüler eine entscheidende Sozialisationserfahrung darstellt. Trotz einiger methodischer Schwächen ist das Buch wegen seiner detailreichen Analysen, die die Generierung von Männlichkeit im schulischen Alltag nachvollziehbar machen, sowohl für Wissenschaftler/-innen als auch Praktiker/-innen im besten Sinne des Wortes aufschlussreich.

Schlagworte


Bildung; Männerforschung; Schule; Sozialisation; Geschlecht; Gender

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DOI: http://dx.doi.org/10.14766/387



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