Rezension zu: Bärbel Schomers: Coming-out. Queere Identitäten zwischen Diskriminierung und Emanzipation. Opladen u.a.: Budrich UniPress 2018.

Folke Brodersen

Abstract


In ihrer Dissertationsschrift betrachtet Bärbel Schomers das Verhältnis von Diskriminierung und Emanzipation innerhalb lesbischer, schwuler und trans* Lebensweisen. Im Anschluss an historische Schlaglichter von der Spätantike bis zu aktuellen Menschenrechtsverhandlungen fokussiert sie Praxen des Coming-out. In sechs Interviews betrachtet Schomers ein Prozessmodell aus innerer Selbstfindung, Adressierung signifikanter Anderer und öffentlicher Darstellung. Dabei setzt sie die mikrologische Herstellung von Sichtbarkeit und die Einschreibung in eine makrologische soziale Bewegung gleich. In der Rezension wird herausgearbeitet, wie aus dem unklaren Diskriminierungsbegriff ein dominantes Konzept der Emanzipation abgeleitet wird, welches das Individuum vollständig vereinnahmend politisiert.


Schlagworte


Emanzipation; Queer; Homosexualität; trans*; Coming-out; Geschlecht; Gender; Stigmatisierung; Soziale Bewegungen

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DOI: http://dx.doi.org/10.14766/1250



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