Rezension zu: Ulrike Lembke (Hg.): Regulierungen des Intimen. Sexualität und Recht im modernen Staat. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2017.

Katharina Schoenes

Abstract


Seit dem Paradigmenwechsel vom Moralstrafrecht zum Rechtsgüterschutz hält sich der Staat offiziell aus den einvernehmlichen sexuellen Beziehungen der Bürger*innen heraus. Dass es dieser Liberalisierungserzählung zum Trotz zu vielfältigen rechtlichen Zugriffen auf Intimität, Sexualität und Geschlecht kommt, verdeutlicht der von Ulrike Lembke herausgegebene Band auf anschauliche Weise. Nicht allen Autor*innen gelingt es, rechtliche Fragen mit solchen zu verbinden, die über das Recht als Bezugssystem hinausweisen und damit an Fragestellungen aus anderen Disziplinen anschlussfähig sind. Dennoch ist der Band auch für Nichtjurist*innen mit einem Interesse an dem Nexus von Recht und Sexualität zu empfehlen.


Schlagworte


Bevölkerungspolitik; Familie; Feminismus; Homosexualität; Intersektionalität; Recht; Sexualität; Staat; Geschlecht; Gender

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DOI: http://dx.doi.org/10.14766/1222



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