Rezension zu: Vera Cuntz-Leng: Harry Potter Que(e)r. Eine Filmsaga im Spannungsfeld von Queer-Reading, Slash-Fandom und Fantasyfilmgenre. Bielefeld: transcript Verlag 2015.

Marcus Felix

Abstract


Vera Cuntz-Leng brilliert mit einer queertheoretischen Untersuchung der Romanreihe um den Zauberlehrling Harry Potter und ihrer Verfilmung, die beide durch eine Form der Fanfiction, dem Slash, einer queeren Auswertung ausgesetzt sind. Mit der Verzahnung von queertheoretischer Relektüre und der Analyse queerer Fanpraxis gelingt es der Autorin herauszustellen, weshalb sich die Septalogie herausragender Beliebtheit bei queerer Harry-Potter-Fan-Art erfreut. Sie erweitert dadurch nicht nur den Blickwinkel auf das Phänomen Harry Potter, das durch das inflationäre Neu- und Weiterschreiben durch Fans ein Eigenleben entwickelt hat. Sie trägt damit auch zur Verwissenschaftlichung des Subgenres Fantasy bei und dem mangelnden Interesse der Queer Theory am popkulturellen Phänomen des Fandom Rechnung.

Schlagworte


Queer; Gender; Film; Literatur; Geschlecht

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DOI: http://dx.doi.org/10.14766/1200



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