Rezension zu: Rudolf Käser, Beate Schappach (Hg.): Krank geschrieben. Gesundheit und Krankheit im Diskursfeld von Literatur, Geschlecht und Medizin. Bielefeld: transcript Verlag 2014.

Steffen Loick Molina

Abstract


Im vorwiegend kulturwissenschaftlich-orientierten Band widmen sich die Autor_innen dem Wechselverhältnis von literarischen und medizinischen Diskursen mit Blick auf die dabei generierten Wertsysteme. Neben der erzähltheoretischen Perspektive auf die literarische Kommunikation pathogener Phänomene fokussieren sie auf die Bedeutung von Literatur für krankheitsbezogene Verständigungs- und Neuordnungsprozesse in deutschsprachigen Gesellschaftsgefügen des 18.─20. Jahrhunderts. Ein zumeist impliziter Schwerpunkt liegt dabei in den sozialen Dynamiken der geschlechtlichen Positionierung in den untersuchten Texten. Wenngleich das Gros der Beiträge bezüglich der untersuchten Gegenstände und Fragestellungen gendertheoretisch unterkomplex bleibt, bietet die Zusammenstellung methodisch innovative Ansätze als auch interpretative Neu-Einsichten in die historische Wandelbarkeit von Gesundheits- und Krankheitsverständnissen im Kontext der jeweiligen kulturellen Felder.

Schlagworte


Gesundheit; Literatur; Sprache; Wissenschaftsgeschichte; Gender; Geschlecht

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DOI: http://dx.doi.org/10.14766/1181



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