Rezension zu: Astrid Baerwolf: Kinder, Kinder! Mutterschaft und Erwerbstätigkeit in Ostdeutschland. Eine Ethnografie im Generationenvergleich. Göttingen: Wallstein Verlag 2014.

Viviane Vidot

Abstract


Im Fokus der vorliegenden Studie stehen die Verschiebungen in den Deutungsmustern um das Narrativ der voll erwerbstätigen Mutter, untersucht im generationellen Vergleich in Ostdeutschland. Folgende Umdeutungen werden festgestellt: Die DDR-Mütter standen diesem Narrativ ambivalent affirmativ entgegen, die Wendemütter hingegen begegneten ihm mit einer inkorporierten Selbstverständlichkeit, Vollzeitarbeit war erwünscht und wurde gelebt. In der Nachwendegeneration steht dies in den Deutungen der Mütter dagegen zur Disposition, ist optional geworden. Astrid Baerwolfs Forschung füllt eine Forschungslücke, indem sie den Mythos der voll erwerbstägigen Mutter in der DDR und in der Gegenwart der neuen Bundesländer unter die Lupe nimmt.

Schlagworte


Arbeit; Beruf; DDR; Familie; Feminismus; Generationen; Gleichstellung; Mutterschaft; Wohlfahrtsstaat; Gender; Geschlecht

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DOI: http://dx.doi.org/10.14766/1174



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