Rezension zu: Stefan Schoppengerd: Hoffnungslos vereinnahmt? Kritik der Geschlechterverhältnisse in Marketing und Popkultur. Münster: Westfälisches Dampfboot 2014.

Sebastian Rauter-Nestler

Abstract


In seiner Studie überprüft Stefan Schoppengerd die Diagnose der Vereinnahmung feministischer Kritik durch den neoliberalen Kapitalismus auf ihre Gültigkeit. Es gelingt ihm zu zeigen, dass diese Diagnose in ihrem Anspruch auf Allgemeingültigkeit nicht zutrifft, indem er mittels einer empirischen Untersuchung konkrete Orte des Widerstands im Diskurs des sogenannten Popfeminismus ausmacht. Hier, so Schoppengerd, ist weiterhin auch grundsätzliche feministische Kapitalismuskritik möglich. Während der empirische Teil sehr detailliert ist, hat die Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen theoretischen Positionen, die der Studie zugrunde liegen, eher den Charakter eines Überblicks. Dies liest sich zwar äußerst pointiert und zugänglich, lässt aber auch Fragen offen.

Schlagworte


Feminismus; Kultur; Medien; Widerstand; Gender; Geschlecht

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DOI: http://dx.doi.org/10.14766/1169



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