Ist Heteronormativität denn nun heilbar? Aufarbeitung und Kritik der Konstruktion ‚Sexuelle Orientierung‘

Rezension von Diana Schellenberg

Heinz-Jürgen Voß:

Biologie & Homosexualität.

Theorie und Anwendung im gesellschaftlichen Kontext.

Münster: Unrast Verlag 2013.

87 Seiten, ISBN 978-3-89771-122-8, € 7,80

Abstract: Heinz-Jürgen Voß gibt einen spannenden Überblick über die historische Entwicklung des Homosexualitätskonstruktes und damit verbundene biologistische Erklärungsansätze. Der Schwerpunkt liegt dabei zunächst im deutschsprachigen Raum. Es wird deutlich, wie stark Forschungsarbeiten zum Thema Homosexualität in einem kategorialen und pathologisierenden Deutungsmuster gefangen sind und dass viele der entsprechenden Arbeiten in direkter oder indirekter Tradition nationalsozialistischer Forscher_innen stehen. Der Rahmen des schmalen Bändchens erlaubt nur eine kurze Übersicht, die aber bisher im deutschsprachigen Raum fehlte. Es ist sowohl für Aktivist_innen als auch für Menschen, die sich wissenschaftlich mit dem Thema beschäftigen, geeignet.

Biologistische Argumentationen zum menschlichen Sexualverhalten haben in einem gewissen Rahmen und in bestimmten historischen Kontexten dazu beigetragen, dass Menschen ihre Sexualität unter weniger repressiven Zwängen ausleben können. Vor allem in Gesellschaften, die letztlich auch aus restriktiven moralischen Werten des Christentums erwachsen sind, wird ein weniger häufig beobachtetes und damit als weniger normgerecht wahrgenommenes Verhalten nicht selten im Rahmen einer Schuldfrage bewertet: Kann die Person etwas für ihr als abnorm wahrgenommenes Verhalten oder nicht? Dabei kann es für die Betroffenen durchaus hilfreich sein, wenn ihre sexuellen und emotionalen Vorlieben als vorbestimmt und damit nicht unter ihrem Einfluss stehend wahrgenommen werden, da dies augenscheinlich zunächst weniger direkte Folgen wie Bestrafungen oder Umerziehungsversuche befürchten lässt. Jedoch ,eignen‘ sich biologistische Argumentationen ebenso gut wie solche, die Homosexualität als etwas Erlerntes konstruieren, zur Entwicklung pathologisierender Theorien und daraus folgender ‚Interventionen‘ und Repressionen.

Biologie und Homosexualität. Theorie und Anwendung im gesellschaftlichen Kontext reiht sich ein in eine Anzahl von Veröffentlichungen zu Konstruktionsprozessen in den biologischen und medizinischen Wissenschaften (z. B. Voß 2012, 2010) und leistet einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung und Analyse auf Sexualität bezogener Klassifizierungsmechanismen.

Das Buch ist in der Reihe unrast transparent erschienen, die Menschen mit politischem Hintergrund einen einführenden Überblick zu ausgewählten Themen verschaffen und zur Reflexion anregen soll, ohne dass Vorkenntnisse nötig seien (Unrast Verlag 2013). In der Einleitung setzt sich Heinz-Jürgen Voß das Ziel, Fragen zur biologischen Bedingtheit von Homosexualität unter Einbezug gesellschaftlicher Entwicklungen zu behandeln. Dementsprechend beginnt das Buch mit einem Überblick über die historische Entwicklung des Homosexualitätskonstruktes im europäischen und vor allem deutschsprachigen Raum (v. a. S. 6–39). Dann wird fließend zu den, in den letzten 100 Jahren immer spezifischer werdenden, biologistischen Erklärungsansätzen übergeleitet (v. a. S. 20–62), welche sich vor allem mit Hormonen und Keimdrüsen, Genen und dem Gehirn beschäftigen. Es schließen sich eine Darstellung evolutionsbiologischer Erklärungen von Homosexualität (S. 62–66) und eine kurze Reflexion politischer Implikationen an (S. 66–68). Am Ende des schmalen Bandes stehen eine Übersicht über zentrale Studien zur Biologie der Homosexualität (S. 69–73) und Verweise auf weiterführende Literatur.

‚Natürlichkeit‘, Pathologisierung und Repression im historischen Kontext

Zunächst beschreibt Heinz-Jürgen Voß die Entstehung des Homosexualitätsbegriffes und verdeutlicht dabei, wie sich mit der Entwicklung der europäischen Moderne die Betrachtung des Sexualverhaltens von einem christlich-theozentristisch geprägten zu einem biomedizinisch-anthropozentrischen Bild verschob. Interessant sind dabei die historisch relativ junge kategoriale Einteilung von Sexualität und die sich insbesondere ab dem 19. Jahrhundert entwickelnde Identitätsbildung als homosexuell oder später schwul, lesbisch, bisexuell. Es wird deutlich, dass spätestens mit Aufkommen der bürgerlichen Gesellschaft das Bild von gleichgeschlechtlichen Handlungen eng an sich verändernde strafrechtliche Philosophien geknüpft war. Zentrale Beweggründe für die Diskussion um Ursachen von Homosexualität scheinen dabei vor allem im Bedürfnis nach juristischen Regelungen, im Selbstverständnis der Medizin als evidenzbasierte Wissenschaft und in der Verquickung von Rechtswissenschaften und Medizin zu liegen.

Am Text lässt sich nachvollziehen, wie die Biologisierung von Homosexualität je nach gesellschaftlichem Kontext sowohl repressionsmindernd als auch repressionsverstärkend wirken kann: Wo zunächst – zum Beispiel vom Juristen Karl Heinrich Ulrichs – mit Angeborensein argumentiert wird, um zu verhindern, dass Personen für etwas bestraft würden, an dem sie keine Schuld tragen, wird im Geiste einer empirischen Wissenschaft bald nach physischen Beweisen für pathologische Abweichungen und ‚Interventionsnotwendigkeiten‘ gesucht. Mit wachsender Popularität evolutionstheoretischer Ansätze entwickelt sich ein Diskurs der Abnormalität, der, unterfüttert von Eugenetik-Diskursen des späten 19. Jahrhunderts, die Verschärfung der Verfolgung Homosexueller im 20. Jahrhundert erahnen lässt. Am Ende des 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts stehen die sogenannten Keimdrüsen (Hoden, Eierstöcke) und später die Hormone im Fokus geschlechts- und sexualitätsbezogener Forschungen. Mit dieser Verortung der Ursachen von Sexualverhalten in bestimmten Organen gehen Menschenversuche einher, von denen Homosexuelle und Menschen mit nicht binär festlegbaren Geschlechtszuordnungen betroffen sind. Obwohl, so Voß, auch in den 1920er Jahren zahlreiche theoretische Abhandlungen darauf hinweisen, dass es möglicherweise keine rein weiblichen oder rein männlichen Menschen und damit verbundene Verhaltensweisen gibt, werden in der Weimarer Republik die vorher zum Teil ‚freiwilligen‘ Transplantationen mehr und mehr zu Zwangsbehandlungen, die schließlich in den Konzentrationslagern der Nazis fortgeführt werden.

Direkte und indirekte Einflüsse nationalsozialistischer Forschungen

Im Verlauf des Buches arbeitet Heinz-Jürgen Voß, auch anhand von Kurzinformationen zu einzelnen Wissenschaftler_innen, deutlich heraus, wie das nationalsozialistische Personal der Universitäten und medizinischen Einrichtungen nach 1945 teilweise nahtlos in den Forschungsbetrieb übernommen wurde und weiter die Konstruktion von Homosexualität in den Wissenschaften prägte. Es wird sichtbar, wie sich die in der Tradition solcher Wissenschaftler_innen stehende medizinische Forschung in beiden deutschen Staaten und vielen anderen Ländern auf biologische Erklärungen konzentriert, welche auf die Verhinderung oder ‚Heilung‘ und damit weiterhin auf die Auslöschung von Homosexualität abzielen. Menschenexperimente finden auch nach Ende des zweiten Weltkrieges statt und beinhalten bis weit in die 1970er Jahre Eingriffe an den Keimdrüsen und am Gehirn. Interessant ist im Zusammenhang mit der Weiterverarbeitung des NS-Forschungsstandes zum Beispiel die Erwähnung Walter Hohlwegs und seines Doktoranden Günter Dörner, welcher bis heute weltweit in wissenschaftlichen Schriften zitiert wird und der sich unter anderem mit der Verhinderung von Homosexualität durch hormonelle Intervention beschäftigte.

Mit allen Mitteln – die penible Suche nach biologischen Markern von Homosexualität

Vor allem in den Abschnitten zu Organen, Hirnforschung und Genen wird deutlich, wie mit dem Fortschreiten technischer Möglichkeiten und damit interagierenden Forschungstrends im Laufe der Medizingeschichte der Fokus von äußeren, ‚beobachtbaren‘ auf immer spezifischer werdende, innere Bereiche rückt. Für die Suche nach physiologischen Abweichungen bei ‚Nicht-Heterosexuellen‘ werden alle verfügbaren Forschungsinstrumentarien ausgeschöpft, während die in den modernen Wissenschaften proklamierten ethischen und methodischen Standards vernachlässigt werden. Mit der aufkommenden Popularität der Neurowissenschaften wird spätestens in den 1990er Jahren die Suche nach der Lokalität der Homosexualität im Gehirn intensiviert. Die dazu im Buch vorgestellten Theorien und Hypothesen sind noch heute weit verbreitet. In der Hirnforschung konzentrieren sie sich zum Beispiel auf spezifische Bereiche des Hypothalamus, welchem wichtige Funktionen in der Steuerung vegetativer Funktionen zugeschrieben werden, die von der Regulation der Körpertemperatur bis zur Steuerung von Hormonausschüttungen reichen (Anm. d. Rez.). Anhand der vorgestellten Studien (z. B. LeVays Untersuchungen an den Gehirnen Verstorbener) und der im Abschnitt zu Genen und Homosexualität beschriebenen, vor allem auf Zwillingsstudien basierenden, Forschungen zur Vererbung von Homosexualität zeigt Voß auf, dass viele der bis heute innerhalb (und außerhalb) der Wissenschaften immer wieder aufgegriffenen Arbeiten zu den Ursachen von Homosexualität gravierende sowohl theoretische und methodische Schwachpunkte als auch unlogische Interpretationen beinhalten.

Bewertung: Was kann das Buch leisten und was bleibt offen?

Heinz-Jürgen Voß vermittelt mit seiner Arbeit Zugang zu einigen der wichtigsten Studien, weist auf weiterführende Literatur hin und wird der Zielsetzung, das Thema Homosexualität und Biologie für ein breites Publikum zugänglich zu machen, weitestgehend gerecht. Es muss jedoch angemerkt werden, dass die Abschnitte zu Gehirnforschung und Genen gewisse Grundlagenkenntnisse in Biologie, Statistik und Forschungsmethoden erfordern. Kurze Erläuterungen der theoretischen und methodischen Hintergründe hätten möglicherweise dazu beigetragen, den Text an diesen Stellen zugänglicher zu gestalten und gleichzeitig eine noch deutlichere Kritik an den vorgestellten Studien und Theorien zu formulieren. Eine solche Herangehensweise wird in einer neueren Veröffentlichung zu Epigenetik und Homosexualität (Voß 2013) klar umgesetzt. Dies lässt erwarten, dass das vorliegende Buch in seinem Einführungscharakter auch eine Art Einstieg in eine Serie weiterer, inhaltlich verwandter, Texte ist.

Da sich die Analyse im vorliegenden Buch vornehmlich auf den deutschsprachigen Raum und auf ‚männliche Homosexualität‘ konzentriert, bleiben einige zeitgenössische Studien zu physischen und physiologischen Korrelaten sexueller Orientierung unerwähnt. Eine breitere Ausführung solcher Studien hätte nach Ansicht der Rezensentin möglicherweise noch klarer illustrieren können, dass die größtenteils trivialen bis absurden Forschungsfragen und zweifelhaften Methoden, die bei der Suche nach Ursachen von Homosexualität eingesetzt werden, nicht nur ethisch fragwürdig sind, sondern sogar im Sinne der methodischen Paradigmen des patriarchalen Wissenschaftsmainstreams als unwissenschaftlich eingeschätzt werden müssen. Dieses Phänomen ließe sich beispielsweise an Forschungen zu sexueller Orientierung und Fingerlängenverhältnissen (für einen Überblick siehe z. B. Jordan-Young 2010) aufzeigen. Solche – sich häufig auf oben genannten Dörner berufenden – Studien werden im vorliegenden Text leider nicht oder nur sehr indirekt erwähnt, obwohl sie im wissenschaftlichen Mainstream durchaus ernst genommen und auf problematische Weise mit anderen Pathologisierungen, etwa in Bezug auf Inter*, verwoben werden (siehe z. B. Jordan-Young 2012). So hätte in diesem Zusammenhang auch die Verknüpfung von wissenschaftlichen Konstruktionen um sexuelle Orientierung, Gender und anatomisches Geschlecht deutlicher herausgearbeitet werden können.

Die genannten Erweiterungsmöglichkeiten schmälern jedoch nicht den Beitrag des Buches zu einer überfälligen Reflexion des Umgangs mit biologistischen Erklärungen von Homosexualität. Die gelungene Einführung in historische Kontexte von Homosexualitätsdebatten macht die Dynamik gesellschaftlicher Konstruktionsprozesse leicht nachvollziehbar, und die Konzentration auf die Zeit bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts vermittelt einen Eindruck davon, wie sich kategoriale Konstrukte von sexueller Orientierung und damit verbundene Pathologisierungen verfestigen konnten.

Voß greift gewissermaßen ein Tabuthema auf, vor dem viele feministische Wissenschaftler_innen und Aktivist_innen – zumindest im deutschsprachigen Raum – lange zurückschreckten. Es schien, als gäbe es eine Notwendigkeit zur Erklärung nicht-heteronormativer Phänomene und als wären damit nur zwei Möglichkeiten verbunden: Homosexualität als angeborene, biologisch begründete oder als ansozialisierte Ausprägung menschlichen Sexualverhaltens. Auch in (queer-)feministischen Diskursen war bisher – sicher auch aufgrund der noch immer allgegenwärtigen Diskriminierung nicht heterosexuell lebender Menschen – wenig Raum für die Erwägung, dass weder die Kategorien homosexuell, bisexuell und heterosexuell noch der gesellschaftliche Fokus darauf, wer mit wem warum welche konsensualen Handlungen vornimmt, selbstverständlich sein müssen und dass sie vielleicht das Ergebnis sozialer Konstruktionsprozesse sind.

Handlungsspielräume in deterministischen Diskursen

Im aktuellen wissenschaftspolitischen Klima, in dem bestimmte moralische Wertvorstellungen erfolgreich intellektualisiert und mit augenscheinlich wissenschaftlichen Methoden verschleiert werden, ist es paradoxerweise schwierig, deutliche politische Schlüsse zu ziehen, ohne als ‚unwissenschaftlich‘ kritisiert zu werden. Es ist anzunehmen, dass der Text auch deshalb teilweise auf einer beschreibenden Ebene und bezüglich einer Bewertung der Zusammenhänge zurückhaltend bleibt. Diese Problematik kann natürlich nicht von einzelnen Autor_innen gelöst werden. Heinz-Jürgen Voß selbst weist darauf hin, dass eine direkte aktivistische Einflussnahme auf Forschungsprozesse nur beschränkt möglich sein kann (S. 67). Obwohl es auch nach Ansicht der Rezensentin für Aktivist_innen unabdingbar ist, Ebenen der Auseinandersetzung zu finden, die unabhängig davon wirksam sind, ob nun Wissenschaftler_innen glauben, Beweise für Ursachen von Sexualverhalten erbracht zu haben oder nicht, sollte eine stärkeren Präsenz emanzipatorischer Ansätze in den Wissenschaften als Teilstrategie nicht verworfen werden. Dabei sollte auch die zum Teil noch immer verbreitete feministische wissenschaftspolitische Praxis einer grundsätzlichen Ausblendung von im Patriarchat verankerten Forschungsmethoden reflektiert werden, da sie vertiefende Auseinandersetzungen mit den Prozessen und realen Folgen patriarchal geprägter naturwissenschaftlicher Forschung erschweren kann (siehe auch Haraway 1988).

‚Evidenzbasierte Wissenschaften‘ sind gesellschaftlich geprägt und arbeiten im besten Fall mit wahrscheinlichkeitsbasierten Methoden. Es liegt nahe, dass sich in einer Welt, die mit Geschlechts- und Genderkategorien operiert, Sexualverhalten in Kategorien beschreiben lässt. Das heißt aber nicht, dass diese Kategorien eine generalisierbare, ‚tatsächliche‘ kategoriale biologische und/oder psychologische Basis repräsentieren. Ohne sexueller Selbstdefinition und Identifikation ihre Berechtigung abzusprechen, verdeutlicht Heinz-Jürgen Voß, dass es aus emanzipatorischer Sicht in bestimmten Kontexten sinnvoll (gewesen) sein kann, sich auf eine nature-nurture-Debatte zur Homosexualität einzulassen, dass aber eine Herangehensweise wünschenswert wäre, die in Betracht zieht, dass die Klassifizierung sexueller Orientierung und auch die damit verbundene Ursachenforschung in Interaktion mit sozialen Konstruktions- und Reproduktionsprozessen stehen.

Fazit

Heinz-Jürgen Voß gelingt es, in einem kurzen, spannenden Abriss die Ziele des Buches umzusetzen und zu beschreiben, wie sich die wissenschaftliche Konstruktion von Homosexualität in den letzten Jahrhunderten veränderte und welche methodisch und ethisch problematischen Vorgänge damit verbunden sind. Daraus ergibt sich eine informativer Anstoß zur Reflexion gesellschaftlicher Prozesse, die zur kategorialen Konzeptualisierung von Sexualverhalten und zur gesellschaftlichen Konstruktion möglicher ‚Ursachen von Homosexualität‘ beigetragen haben könnten. Durch den geographischen Fokus der historischen Abhandlung und die einfließenden biographischen Hinweise zu einzelnen Forschenden entstehen neue Blickwinkel auf heutige Hypothesenbildung in der internationalen Forschung zur Sexualität. Die Darstellung ist für Wissenschaftler_innen und Aktivist_innen besonders wertvoll, da sie zum Beispiel dazu anregt, darüber zu reflektieren, wie stark die Arbeiten nationalsozialistischer Forschender in die internationale Forschungswelt eingeflossenen sind und diese bis heute prägen. Obwohl der Rahmen des Textes keinen erschöpfenden Einblick in alle Bereiche der Forschung zum Thema Biologie und Homosexualität ermöglichen kann, wird klar ersichtlich, wie eng wissenschaftliche und gesellschaftliche Diskriminierungsmechanismen verwoben sind und wie sie sich gegenseitig verstärken.

Literatur

Jordan-Young, Rebecca M. (2010). Brainstorm. The Flaws in the Science of Sex Differences. Cambridge, MA: Harvard University Press.

Haraway, Donna J. (1988). Situated Knowledges: The Science Question in Feminism and the Privilege of Partial Perspectives. Feminist Studies, 14, p. 575–599.

Unrast Verlag. (2013). Unrast Transparent. http://www.unrast-verlag.de/news/576-unrast-transparent (Download: 03.12.2013).

Voß, Heinz-Jürgen (2010). Making Sex Revisited. Dekonstruktion des Geschlechts aus biologisch-medizinischer Perspektive. Bielefeld: transcript Verlag.

Voß, Heinz-Jürgen (2012). Intersexualität – Intersex. Eine Intervention. Münster: Unrast Verlag.

Voß, Heinz-Jürgen (2013). Epigenetik und Homosexualität. http://heinzjuergenvoss.de/Voss_2013_Epigenetik_und_Homosexualitaet.html (Download: 20.12.2013).

Diana Schellenberg, Dipl.-Psych.

Technische Universität Berlin

Diplom-Psycholog*in; promoviert in Psychologie an der TU Berlin, Schwerpunkt: Rolle der Wissenschaft und ihrer Methoden in der Aufrechterhaltung von Machtstrukturen

E-Mail: di_schell@gmx.de

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