Jugendliche Lebenswelten und Lebensentwürfe im gesellschaftlichen Wandel

Petra Gruner

Abstract


Forschungen zur Sozialisation Jugendlicher in den neuen Bundesländern haben seit 1990 Hochkonjunktur. Da ist zum einen die Frage nach der Anpassung ostdeutscher Jugendlicher an bundesdeutsche Verhältnisse: die Rede ist vom „Individualisierungsschock“ für Kinder und Jugendliche, von alarmierender Jugendgewalt oder von der „verlorenen Zukunft“ für Mädchen und Frauen. Zum anderen sind da die jeweils neuen Versuche der „Erwachsenengeneration“, die (als defizitär eingestuften) Wertvorstellungen und Orientierungen der Jüngeren auf Begriffe zu bringen: „Werteverlust“, „Politikverdruss“, „Bindungsunfähigkeit“ usw. Weil das Interesse an der jungen Generation schon immer groß war – „Wer die Jugend hat, hat die Zukunft“ (H. Lietz) – stehen Forschungen über jugendliche Lebenswelten und Wertvorstellungen in einer langen Tradition. In diesem Kontext sind auch die hier besprochenen Studien zu verorten. Ihr gemeinsames Thema ist die Sozialisation von Kindern und Jugendlichen unter den Bedingungen gesellschaftlichen Wandels.

Schlagworte


Familie; Gewalt; Jugend; Schule; Sozialisation; Geschlecht; Gender

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DOI: http://dx.doi.org/10.14766/87



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