Editorial zu querelles-net 21 (2007)

Editorial zu querelles-net 21 (2007)

Ulla Bock, Anita Runge, Marco Tullney

Liebe Leser/-innen,

die Ausgabe 21 von Querelles-Net ist ein „offenes Heft“. Wir haben aufgrund der Vielfalt der angebotenen Rezensionen keinen thematischen Schwerpunkt festgelegt, sondern in loser Gruppierung Besprechungen zusammengestellt, die derzeit aktuelle Themen im Bereich Frauen- und Geschlechterforschung erkennbar werden lassen. Darunter sind literatur- und kulturwissenschaftliche Studien, aber auch historische und historisch-biographische Arbeiten stark vertreten. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die Themen Gewalt und Prostitution; im Bereich der Sozialwissenschaften stehen neben genderorientierter Grundlagenforschung auch anwendungsbezogene Forschungen zur Studienreform im Mittelpunkt.

Das Forum besteht diesmal wieder aus zwei Teilen: Im ersten Teil veröffentlichen wir den Vortrag 25 Jahre… in 25 Minuten, den Dr. Ulla Bock am 3. November 2006 anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Zentraleinrichtung zur Förderung von Frauen- und Geschlechterforschung an der Freien Universität Berlin gehalten hat. Der Beitrag ging der Festrede von Prof. Dr. Jutta Limbach voraus. Sie sprach zum Thema Leistungsbilanz und Zukunft der Frauenforschung. Die ehemalige Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts und heutige Präsidentin des Goethe-Instituts war Mitglied des ersten Beirats der Zentraleinrichtung. Im Zusammenhang mit der Festveranstaltung wurde ein Symposion zum Thema Geschlecht – Gerechtigkeit – Wissenschaft durchgeführt. Sowohl den Vortrag von Frau Limbach als auch die Beiträge zum Symposion werden demnächst online bereitgestellt.

Im zweiten Teil des Forums knüpfen wir an die in der letzten Ausgabe mit dem Text Schuld war nur der Feminismus von Rochus Wolff begonnene Diskussion über aktuelle Tendenzen in den medial geführten Geschlechterdebatten an. In ihrem Beitrag Der Feminismus ist tot? Es lebe der Feminismus! Das „False Feminist Death-Syndrome“ setzen sich Sabine Hark und Ina Kerner mit der gegenwärtig populistisch aufgeschäumten Debatte um den „neuen“ und „alten“ Feminismus auseinander. Wir ergänzen diesen Text mit Verlinkungen auf wichtige Beiträge zu dieser kontrovers geführten Diskussion. Über Kommentare, Kritik, weitere Diskussionsbeiträge unserer Leser/-innen würden wir uns freuen.

Ihre Redaktion Querelles-Net

URN urn:nbn:de:0114-qn081014

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