Ulrike Kassun: Literatur im Netz

Literatur im Netz

Ulrike Kassun

Eines der bekanntesten Literatur-Sites im Internet ist das Online-Projekt Gutenberg.de. Über 400 Texte klassischer Autor/-innen können hier on- und inzwischen auch offline (per CD-ROM) gelesen werden. Die Vorteile, die Textsammlungen und Datenbanken im Internet im Umgang mit Literatur bieten und ihr Nutzen – gerade auch für die akademische Arbeit – sind inzwischen weithin anerkannt.

Dennoch tun sich Leser/-innen oft schwer mit Ideen von Literatur, die über diese häufig präservierende Funktion des Internets hinausgehen. Flüchtigkeit, Oberflächlichkeit, fehlende Sinnlichkeit, Spielerei sind bekannte Schlagwörter, wenn es um literarische Texte im Netz geht. Aber was ist da tatsächlich dran? Und was genau ist eigentlich Hyperfiction oder digitale Literatur?

Wir wollen Ihnen mit der folgenden Linkliste einen Einstieg in die (wie wir finden sehr spannende) literarische als auch theoretischer Auseinandersetzung mit dem Thema bieten. Auf Grund der Fülle des Materials, haben wir uns auf deutschsprachige Texte konzentriert. Wer internationaler lesen oder weiter in die Tiefe gehen möchte, sei auf die Rubrik Linkliste verwiesen.

Geschichte des WWW

Theoretische Auseinandersetzungen

Netzliteratur? Hyperfiction? Digitale Literatur?

Interpretation und Kritik

Linkliste

Links für die internationale Recherche:

Literatur im Netz

Wettbewerb Literatur.digital 2002

Prämierte Beiträge (Zum zweiten Mal ausgeschrieben vom Deutschen Taschenbuch Verlag und T-Online)

  • Sieger/-innen des Jurypreises:
    • „marbel + matrikel“: Zwei Menschen werden durch eine misslungene Operation wieder zu Kindern. Der Beitrag folgt den beiden auf der Suche nach Erinnerungen. Von Tone Avenstrup (Texte), Robert Lippok (Fotos und Sounds) sowie Birgit Karn, Claudia Heynen, Monika Krüger und Erik Huhn (multimediale Realisierung).
    • Die Schwimmmeisterin: Unkontrollierbare Popp-Up-Fenster, Cursor, die sich verselbstständigen, Hackerattacken – und all das im Schwimmbad. Die Autorin spielt mit dem Machtverhältnis von Autor/-in und Leser/-in.
    • Karen B.: Ein Hypermedia-Krimi: Karen B. wird vermisst. Im Chat hat sie sich als Mann ausgegeben. Zeitungsartikel, Filme, SMS, Ton-Nachrichten lassen die Leser/-innen ihre Spur verfolgen. Vom Projektteam Karen B.
  • Sieger/-innen des Publikumpreises
  • Offizielle homepages des Wettbewerbs
  • DTV-Wettbewerbsseite

Linzer Marianne-von-Willemer-Preis 2000

Prämierte Beiträge (Literaturwettbewerb für Frauen (Eine Initiative des Frauenausschusses des Linzer Gemeinderates und des Linzer Frauenbüros in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt der Stadt Linz, dem Ars Electronica Center und dem ORF.))

  • dominoa: Ein Text-Domino-Spiel von sieben Österreichischen Autorinnen. Von der Projektgruppe dominoa: Angelika Mittelmann, Renate Plöchl, Petra Harml-Prinz, Ilse Wagner, Anja Westerfrölke.
  • CRIME: Ein Mann, eine Frau, eine Kommissarin, eine Leiche. Und das Verbrechen? Von Susanne Peter.
  • Anerkennungen weiterer Projekte durch die Jury

Weitere Literatur

Auswahlbibliographie

Arns, Inke:

Netzkulturen.

Hamburg: Sabine Groenewold Verlage 2002.

95 Seiten, ISBN 3–434–46107–8, € 8,60

Böhler, Christian:

Literatur im Netz.

Projekte, Hintergründe, Strukturen und Verlage im Internet.

Wien: Titron Verlag 2001.

159 Seiten, ISBN 3–8548–6103–6, € 17,40

Hautzinger, Nina:

Vom Buch zum Internet?

Eine Analyse der Auswirkungen hypertextueller Strukturen auf Text und Literatur.

St. Ingbert: Röhrig Universitätsverlag 1999.

131 Seiten,ISBN 3–86110–196–3, € 16,00

Textauszug

Kamphusmann, Thomas:

Literatur auf dem Rechner.

Stuttgart: Metzler 2002.

271 Seiten, ISBN 3–476–45290–5, € 29,90

Lager, Sven/Naters, Elke:

the Buch.

Leben am Pool.

Köln: Kiepenheuer & Witsch 2001.

379 Seiten, ISBN 3–462–02993–2, € 12,90

Ortmann, Sabrina:

netz literatur poetik.

Berlin: berlinerzimmer.de Verlag 2001.

136 Seiten ISBN 3–8311–2361–6, € 20,50

Einleitung

Textauszug

Ortmann, Sabrina, Peter, Enno E.:

tage-bau.de.

Ein literarisches Online-Tagebuch: Mein Pixel-Ich.

Berlin: berlinerzimmer.de Verlag 2001.

196 Seiten, ISBN 3–8311–1348–3, € 14,72

Porombka, Stephan:

Hypertext.

Zur Kritik eines digitalen Mythos.

Stuttgart: Fink 2001.

383 Seiten, ISBN 3–7705–3573–1 € 46,40

Simanowski, Roberto (Hg.):

Digitale Literatur?

Das Essay zum Wettbewerb. Formen und Wege einer neuen Literatur.

München: dtv 2001.

193 Seiten, ISBN 3–423–24302–3, € 14,50

Digitale Literatur? Das Essay zum Wettbewerb

Roberto Simanowski (Hg.):

Interfictions.

Vom Schreiben im Netz.

Frankfurt a. M.: Suhrkamp 2002.

198 Seiten, ISBN 3–518–12247–9, € 9,00

Einleitung

Suter, Beat/Böhler, Michael (Hg.):

Hyperfiction.

Hyperliterarisches Lesebuch: Internet und Literatur.

Frankfurt a. M., Basel: Stroemfeld/Nexus 1999.

Buch und CD-ROM, 232 Seiten, 3–86109–150-X (vergriffen)

Informationen

URN urn:nbn:de:0114-qn033203

Ulrike Kassun

Redakteurin Querelles-Net

E-Mail: ukassun@zedat.fu-berlin.de

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