Literatur als Ort der gender-Konstitution

Hildegard Kernmayer

Abstract


Als literarisches Leitmedium und als zentrale „technology of gender“ trägt der Roman im 18. Jahrhundert entscheidend zur Ausbildung und Vermittlung von Geschlechterkonzeptionen bei. Dass die Herstellung vermeintlich konsistenter Geschlechtsidentitäten im literarischen Text dabei jeweils mit der Entautorisierung der weiblichen Figuren, ihrer Degradierung zu Objekten der Erkenntnis, der Lust, der Gewalt, schließlich ihrer Tötung einhergeht, weist Virginia Richter in ihren „gender“-sensiblen Lektüren dreier Romane jener bezüglich der Geschlechterdefinition als krisenhaft zu bezeichnenden Epoche nach.

Schlagworte


Diskurs; Feminismus; Gewalt; Literatur; Neuzeit; Geschlecht; Gender

Volltext:

HTML


DOI: http://dx.doi.org/10.14766/149



querelles-net wird herausgegeben an der Freien Universität Berlin. ISSN 1862-054X