Ein Drama um die Weiblichkeit – Dramatikerinnen im ausgehenden 19. Jahrhundert

Leena Petersen

Abstract


In ihrer Dissertation zu deutschsprachigen Dramatikerinnen im ausgehenden 19. Jahrhundert beschäftigt sich Heike Schmid mit der desolaten Forschungslage zu Dramen und ihre Autorinnen. Es gibt innerhalb der Literaturgeschichtsschreibung kein anderes Gebiet, in dem Frauen einen derartig konsequenten Ausschluss erfahren haben wie in der dramatischen Gattung. Im ausgehenden 19. Jahrhundert, mit dem Einsetzen des Naturalismus bzw. dem Beginn der Moderne, wagten sich viele Schriftstellerinnen mit ihren Werken an die Öffentlichkeit. Gerade dramatische Texte erheben Einspruch gegen gegenwärtige, gesellschaftliche Zustände: Sie enthalten „gegenwartsbezogenes, beunruhigendes und damit oft destabilisierendes Potential, das durch die spezifische Art der – kollektiven – Rezeption eines Dramas Verbreitung findet“ (S. 13). Heike Schmidts Dissertation macht deutlich, dass auch in der Moderne“ sozialen Fragen, im besonderen der Frage nach neuen Lebensentwürfen von Frauen, nur allzu geflissentlich“ ausgewichen wurde (S.14), da zeitgenössische Dramatikerinnen konsequent ignoriert wurden. Denn die „straffe, wuchtige Gestaltung des Drama.

Schlagworte


Beruf; Feminismus; Literatur; Neuzeit; Theater; Geschlecht; Gender

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DOI: http://dx.doi.org/10.14766/134



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