Rezension zu: Lothar Böhnisch: Der modularisierte Mann. Eine Sozialtheorie der Männlichkeit. Bielefeld: transcript Verlag 2018.

Barbara Scholand

Abstract


Nach zahlreichen Auflagen seiner am Lebenslauf orientierten Publikationen zu Männlichkeit und Sozialisation legt Lothar Böhnisch nun eine Sozialtheorie der Männlichkeit vor. Ausgangspunkt ist die Dialektik zwischen Kapitalismus und Sozialem. Im Weiteren nutzt der Autor eine Vielzahl theoretischer Zugänge. Durch den gesamten Band ziehen sich sieben Begrifflichkeiten, die er „Strukturierungen von Männlichkeit“ nennt: Vor allem Hilflosigkeit und Bedürftigkeit sowie Externalisierung und Gewalt bilden Kristallisationspunkte männlichen Bewältigungshandelns. Eine Perspektive sieht Böhnisch in der Entwicklung einer Kultur der Anerkennung und (Selbst-)Sorge. Die vom Neokapitalismus angebotenen und konsumierbaren Männlichkeitsmodule bieten dagegen keine Lösung.


Schlagworte


Jungen; Männlichkeit; Ökonomie; Sozialisation; Ungleichheit; Geschlecht; Gender

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DOI: http://dx.doi.org/10.14766/1264



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