Rezension zu: Heike Guthoff: Kritik des Habitus. Zur Intersektion von Kollektivität und Geschlecht in der akademischen Philosophie. Bielefeld: transcript Verlag 2013.

Barbara Scholand

Abstract


Diese Dissertation ist ein anspruchsvolles Projekt. Es bedarf einer guten Portion Chuzpe, um diese Variante eines doppelten Spiels zu spielen, nämlich: die eigene Fachkultur der Philosophie aus Doing Gender-Perspektive kritisch zu durchleuchten und dabei die ‚Regeln der Kunst‘ einzuhalten. Heike Guthoffs Kritik ist somit zugleich Anerkennung des kritisierten Feldes. Ihr Witz besteht darin, zentrale begriffliche Werkzeuge anderer Disziplinen zu nutzen, um das eigene Fach einer Genderkritik und dabei gleichzeitig diese Werkzeuge – in diesem Fall das Habituskonzept Bourdieus – in philosophischer Absicht einer kritischen Revision zu unterziehen. Mit diesem transdisziplinären Kunstgriff gelingt es Guthoff, die Fachkultur der Philosophie in einem Atemzug zu kritisieren und zu bestätigen.

Schlagworte


Biografie; Geschlecht; Gender; Hochschule; Intersektionalität

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DOI: http://dx.doi.org/10.14766/1120



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