Rezension zu: Lily Tonger-Erk: Actio. Körper und Geschlecht in der Rhetoriklehre. Berlin: De Gruyter 2012.

Anson Koch-Rein

Abstract


Lily Tonger-Erk beschäftigt sich mit Rhetorik als Körperbildungsmacht, indem sie die geschlechtliche Konstruktion der Actio, der körperlichen Dimension des Redeauftritts in der rhetorischen Lehre, in drei für die Geschichte der Rhetorik bedeutsamen historischen Momenten von der klassischen Antike über das 18. bis zum späten 20. Jahrhundert analysiert. Dabei gelingt ihr ein ausgezeichneter Brückenschlag zwischen detailreicher und epochenübergreifender Rhetorikgeschichte und einer analytischen Genderperspektive. Diese Untersuchung der Redner_innenbildung als rhetorischer Körperbildung (im Doppelsinne von Erziehung und Subjektivierung) legt einen wichtigen Grundstein für weitere Studien zur rhetorischen Produktion von Geschlecht und Körper.

Schlagworte


Sprache; Körper; Männlichkeit; Bildung; Geschlecht; Gender

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DOI: http://dx.doi.org/10.14766/1110



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