Rezension zu: Christina Mundlos: Mütterterror. Angst, Neid und Aggressionen unter Müttern. Marburg: Tectum Wissenschaftsverlag 2012.

Marie Reusch

Abstract


Das gesellschaftliche Mutterbild und die politische Regulierung von Mutterschaft, so die Kernthese von Christina Mundlos, isolieren Mütter voneinander, fördern Konkurrenz unter ihnen und verhindern somit Solidarität und gemeinsame befreiende Aktionen. Das Sachbuch kann als eine Art Ratgeber gelesen werden, der zum Widerstand gegen etablierte Vorstellungen der ‚guten Mutter‘ ermuntert. Dies ist begrüßenswert und überfällig. Mundlos reproduziert jedoch bestimmte Verkürzungen, die in der politischen und medialen Diskussion über Mutterschaft vorgenommen werden, so etwa die fast ausschließliche Fokussierung auf Probleme der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Hier zeigen sich Problemstellungen, die einer feministischen Bearbeitung bedürfen.

Schlagworte


Feminismus; Mutterschaft; Widerstand; Geschlecht; Gender

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DOI: http://dx.doi.org/10.14766/1106



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