Vom Sprechen des Unsagbaren und vom Sehen des Unsichtbaren oder die essayistische Suche nach der verlorenen Ganzheit

Maria Marchetta

Abstract


Christina Scherer weist in ihrer Dissertation die strukturelle Äquivalenz zwischen einer essayistischen Filmästhetik und dem Prozess des Erinnerns auf. Ivens, Marker, Godard und Jarman thematisieren in und mit ihren Filmen die Unverfügbarkeit der Erinnerung und halten trotz ihres Zweifels an der Abbildbarkeit von Welt und ihrer Einsicht in die Uneinholbarkeit der Vergangenheit den Horizont der Möglichkeit von Erinnerung offen. In Essayfilmen sind es vor allem die selbstreflexive Selbstvergewisserung, die Einsicht in das unausweichliche Verfehlen der Vergangenheit und der melancholische Rückblick auf eine verloren gegangene Ganzheit, die einen fühlenden Verstand und ein denkendes Herz generieren.

Schlagworte


Ästhetik; Film; Medien; Psychoanalyse; Geschlecht; Gender

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DOI: http://dx.doi.org/10.14766/106



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