Rezension zu: Eva Blome: Reinheit und Vermischung. Literarisch-kulturelle Entwürfe von ‚Rasse‘ und Sexualität (1900–1930). Köln u.a.: Böhlau Verlag 2011.

Alina Timofte

Abstract


Eva Blome setzt sich in ihrer umfassenden Dissertation erstmalig aus literaturwissenschaftlicher Perspektive mit den interdiskursiven Transformationen des Themas ‚Rassenmischung‘ im deutschen kolonialen Kontext auseinander. Die Autorin nimmt den Einsatz der ‚Rassenmischung‘ als biopolitische und poetologische Argumentationsfigur in den Fokus, indem sie die deutschsprachige Kolonialliteratur um 1900 und die Kunst und Literatur des europäischen Primitivismus behandelt und sich abschließend mit den Kultur- und Rassentheorien der Weimarer Republik beschäftigt. Zentrale Verdienste des Buches liegen darin, dass eine Forschungsnische gefüllt und weiterführende Forschungsfragen zum Thema ‚rassisch‘ transgressiver Sexualität aufgeworfen werden.

Schlagworte


Kolonialismus; Intersektionalität; Literatur; Nationalsozialismus; Geschlecht; Gender

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DOI: http://dx.doi.org/10.14766/1033



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