Rezension zu: Edeltraud Aubele, Gabriele Pieri (Hg.): Femina Migrans. Frauen in Migrationsprozessen (18.–20. Jahrhundert). Sulzbach im Taunus: Ulrike Helmer Verlag 2011.

Christine Gasser-Schuchter

Abstract


Parallelgesellschaften, Risikoschüler, Integrationsschwierigkeiten, … – Problemkomplexe dieser Art beherrschen die mediale Szene, wenn von Migration die Rede ist. Und nicht selten wird uns als weibliche Migrantin par excellence das Bild der Kopftuchträgerin vorgeführt, die zur figurativen Projektionsfläche unserer Aushandlungspraxis über Werte einer sich als demokratisch und liberal verstehenden Gesellschaft geworden ist. Doch gibt es überhaupt so etwas wie die Migrantin/den Migranten? Und ist Migration tatsächlich ein so aktuelles Phänomen, wie es uns der mediale, aber auch wissenschaftliche Diskurs glauben lässt? Der zu besprechende Tagungsband, der die Vielfältigkeit und die lange Geschichte weiblicher Migrationsprozesse aufzeigt, kann auf jeden Fall dazu beitragen, den Ausnahmediskurs über Migration zu relativieren.

Schlagworte


Bildung; Intersektionalität; Migration; Geschlecht; Gender

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DOI: http://dx.doi.org/10.14766/1002



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