Über die wissenschaftlich begründete Normierung von Menschen. Sozialwissenschaftliche Grundlagenforschung zum Identitätsdiskurs

Katja Strobel

Abstract


Identitätsdiskurse in den Sozialwissenschaften sowie in sozialen Bewegungen werden auf die Machtverhältnisse hin untersucht, die sie stabilisieren oder in Frage stellen. Breiten Raum nimmt die kritische Rekonstruktion der Entstehung der Rede von ‚Identität‘ im Kontext der Rede vom ‚autonomen Subjekt‘ ein; deren ernüchterndes Ergebnis lautet, dass beide als wissenschaftliche Begründung gesellschaftlicher Normen dienen. Auch Ansätze und Bewegungen, die die gesellschaftlichen Verhältnisse, z. B. in Bezug auf Nation oder Geschlechterverhältnisse, kritisieren, bleiben oft den normierenden Kategorien verhaftet. Insgesamt eine sehr gründliche, reflektierte und strukturierte Studie, die die Hintergründe der hochaktuellen Identitätsdebatten re- und dekonstruiert.

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